Gesundheitslexikon
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Streptomycin

Antibiotikum, das aus dem Strahlenpilz Streptomyces griseus, einem Fadenbakterium, gewonnen wird. Es wurde erstmals 1944 von dem amerikanischen Wissenschaftler Dr. Selman Waksman isoliert und war eines der ersten Mittel, mit dem man wirksam die Tuberkelbakterien bekämpfen konnte. Außerdem wirkt es gegen zahlreiche sog. gramnegative Bakterien, die vom Penicillin nur ungenügend angegriffen werden. Leider werden die Bakterienstämme schnell gegen S. resistent, was man jedoch durch sorgfältige Dosierung und die Zugabe von Paraaminosalizylsäure (PAS) und Isonazid weitgehend vermeiden oder aufschieben kann. Bei manchen Patienten treten unangenehme Nebenwirkungen, z. B. Schwindelanfälle, auf, da das Präparat den achten Hirnnerven schädigen kann, der das Gleichgewichtsorgan reguliert (s. Ohr).

 

 

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Weitere Begriffe : Papaverin | Dekontamination | Mitose